Neue Studie zur Prostatabiopsie zeigt Genauigkeit der MRT-gesteuerten Biopsie | Grönemeyer Institut für Mikrotherapie

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Neue Studie zur Prostatabiopsie zeigt Genauigkeit der MRT-gesteuerten Biopsie

Die Prostata-Gewebeuntersuchung mittels MRT ist eine Methode mit guter Genauigkeit, um Prostatakrebs zu erkennen. Das zeigt eine Studie, die von Dr. Marietta Garmer, PhD. Martin Busch, Dipl-Ing. Serban Mateiescu, Dr. David E. Fahlbusch, Dr. Birgit Wagener und Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer in der Fachzeitschrift Academic Radiology veröffentlicht wurde. 
 
Die MRT-Befunde und die Technik der Prostatabiopsie sollten deshalb bei der Beurteilung von Biopsieergebnissen berücksichtigt werden, stellen die Autoren der Studie fest. Verglichen wurde die MRT-gesteuerte Methode mit den Ergebnissen der ultraschall-geführten Gewebeuntersuchung. 
 
Die Befunde von 50 Patienten mit einem diagnostizierten Prostatakarzinom bildeten die Grundlagen der Studie. Verglichen wurden die Werte des Gleason Score - sie werden zur feingeweblichen Beurteilung des Prostatakrebses herangezogen -  der MRT-gesteuerten Biopsie mit denen der postoperativen Befunde. 
 
Eine Übereinstimmung im Gleason Score gab es bei 66 Prozent der Patienten. Das ist höher als in den meisten Ultraschallstudien, bei denen acht und mehr Stanzproben entnommen werden. Ein Höherstufen (Upgrading) wurde bei 30 Prozent der Patienten vorgenommen, ein Herunterstufen (Downgrading) bei vier Prozent. Ein signifikantes Upgrading des Gleason Score vom Wert 6 auf  den Wert 7 ergab sich nur bei acht Patienten. Das Höherstufen des Gleason Score überschritt bei der Studie zudem nie mehr als eine Stufe - anders als in Ultraschallstudien.
 
Nach der chirurgischen Entfernung der Prostata (Prostatektomie) wurde ein Gleason Score von 6 (das entspricht einem klinisch nicht signifikanten Tumor) bei nur 20 Prozent der Patienten gefunden – dies ist deutlich niedriger als in den meisten Ultraschallstudien. Im Mittel wurden vier Proben entnommen, dabei waren im Mittel zwei Proben positiv.
 
Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass die Genauigkeit der ultraschall-geführten Biopsie limitiert ist, gleichzeitig ist die Diagnose nicht signifikanter Tumoren mit einem Gleason Score, der kleiner als der Wert 6 ist, häufig, wenn eine hohe Anzahl von Stanzproben genommen wird. Interessant ist in diesem Zusammenhang die Bedeutung der gezielten MRT-Biopsie mit einer nur begrenzten Anzahl von Stanzproben.
 
Die Schlussfolgerung: Die MRT-Befunde und die Technik der Prostatabiopsie sollten bei der Beurteilung von Biopsieergebnissen berücksichtigt werden. Die MRT-gesteuerte Prostatabiopsie erlaubt im Vergleich zur Literatur eine gute Genauigkeit des Gleason Scores in Bezug auf die postoperative Untersuchung der Gewebeproben, stellen die Autoren fest. Zudem ist nur eine begrenzte Anzahl von Stanzen ausreichend, um diese Ergebnisse zu erreichen. Ein Höherstufen des Tumors durch die MRT-gesteuerte Prostatabiopsie überschreitet nie mehr als eine Stufe im Gleason-Score. 
 

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