Nachlese: Arthrose muss kein Schicksal sein | Grönemeyer Institut für Mikrotherapie

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Nachlese: Arthrose muss kein Schicksal sein

Hoffnung durch Biotechnologie

Sie kommen morgens kaum aus dem Bett. Jede Bewegung wird zur Qual. Alles fühlt sich an, als hätten Sie Sand im Getriebe? Dann kennen Sie vielleicht auch schon die Diagnose: Arthrose.
Unsere Gelenke leisten Schwerstarbeit, Tag für Tag. Ob die großen Gelenke, die für unsere Statik und Fortbewegung sorgen oder die kleinen, die uns feinste Bewegungen erlauben – sie alle tun ihren Dienst, bis Überlastung oder altersbedingter Verschleiß sie für uns unangenehm spürbar machen und schließlich in ihrer Funktion beeinträchtigen. Die Folgen: Steifheit, Schmerzen, unangenehmes Ziehen und Spannungsgefühle.
Arthrose ist nicht heilbar. Bisherige Therapien können zwar Linderung bringen, nicht aber den Verschleiß und seine Folgen aufhalten. Umso größer ist das Interesse an neuen Therapien, die durch den Einsatz von Biotechnologie Hoffnung bringen. Das war das Kernthema des Vortragabends am Grönemeyer Institut für Mikrotherapie in Bochum. Carsten Moser, Orthopäde am Institut, gehört zu den Pionieren neuester  Arthroseforschung. Er nahm das Publikum mit auf eine Reise durch die Gelenke. Dabei zeigte er   anschaulich, aus welchen Strukturen Gelenke bestehen und wie sie arbeiten. Was ist eigentlich Arthrose und wie entsteht sie? Welche Symptome kann sie haben? Ist Arthrose dasselbe wie Rheuma? Im Dialog mit den Zuhörern Besuchern erarbeitete Carsten Moser die Möglichkeiten einer Verschleißerkennung. Zwei ihrer Eckpfeiler:  die manuelle Untersuchung des  Gelenks und eine ausführliche Anamnese. Wussten Sie, dass die MRT (Kernspintomographie) das einzige Bildgebungsverfahren ist, das Knorpel darstellen kann? Und: Wie sehen die Therapiemöglichkeiten aus, wenn tatsächlich Arthrose vorliegt? Was kann ich selbst tun, und wo enden die Möglichkeiten konservativer Therapien? Auf diese und weitere Fragen ging der Vortrag ein und verdeutlichte die Wirksamkeit üblicher Vorgehensweisen wie medikamentöser Schmerztherapie.
Darauf aufbauend berichtete Carsten Moser von den neusten Erkenntnissen der orthopädischen Gelenkforschung: verschiedene Gruppen von Proteinen wirken auf Knorpelzellen. Sie können Entzündungen hemmen und Wachstum fördern. Das bedeutet, dass sie weiteren Knorpelabbau stoppen und der Gelenksverschleiß damit eingedämmt werden kann. Doch wie funktioniert das genau?

Die Orthokin®-Therapie besteht aus vier Schritten. Zuerst wird dem Patienten vom Arzt ein Röhrchen Blut abgenommen. Dieses wird für ein paar Stunden in einem Inkubator dazu angeregt, viele Bluteiweiße zu produzieren, anschließend wird durch Zentrifugieren das Serum vom Rest des Blutes getrennt. Dieses wird dann mit einer Spritze in das betroffene Gelenk injiziertgespritzt. Vor Ort kann es Schmerz lindern, Entzündungen hemmen und den Knorpel zum Wachstum anregen. Die Gabe des Serums erfolgt ein bis zweimal pro Woche über mehrere Wochen (den Umfang der Therapie entscheidet der Arzt individuell). Diese Therapie wird bei Arthrose der Grade I bis III mit Erfolg in allen Gelenken eingesetzt. Vorteilhaft ist die lokale Behandlung, die nicht mit anderen Therapien kollidiert oder Wechselwirkungen mit Medikamenten eingeht. Auch die Verträglichkeit ist garantiert, da es sich um einen körpereigenen Stoff handelt, der gezielt an die zu behandelnde Struktur gebracht wird. Ein wenig Geduld ist allerdings gefragt, denn die Wirkung der Injektionen braucht ein paar Wochen, bis sie eintritt, da der Knorpel erst auf das Serum reagieren muss und natürliche Prozesse ihre Zeit brauchen. Doch kann die Wirkung über Jahre anhalten und Linderung bis zur kompletten Schmerzfreiheit ermöglichen.

Den Erfolg der Therapie konnte Carsten Moser anhand von Studien belegen und stand im Anschluss noch für Fragen der Gäste zur Verfügung.
Haben Sie Fragen zum Thema Arthrose? Sprechen Sie uns an! Wir beraten Sie gern.      
  
Der nächste Vortragsabend findet statt, am 18. September um 18:30Uhr

Thema:  » Rückenbeschwerden, Kopfschmerzen oder Schwindel? Oder von allem etwas? Ursache Kieferfehlfunktion (Craniomandibuläre Dysfunktion ,CMD). «

Anmeldungen unter: veranstaltungen@groenemeyer.com

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