Facettengelenke | Grönemeyer Institut für Mikrotherapie

Rückenzentrum

Verfahren der Mikrotherapie im Detail - Therapie der Facettengelenke (FAB, FAA), der Costotransversal- und Costovertebralgelenke (CTT) sowie der Iliosakralgelenke

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        ... bei chronischen oder akuten Nacken-, Brust- oder Rückenschmerzen infolge von Arthrose oder Verschleiß der Wirbelsäule

Die Patienten leiden nicht selten unter Nacken-, Brust- oder Rückenschmerzen ohne eindeutige Ausstrahlung in Armen oder Beinen. Häufig sind die Schmerzen morgens nach dem Aufwachen deutlich intensiv und lassen langsam im Laufe des Tages nach Bewegung erst nach und nehmen aber bei Belastung wieder in ihrer Intensität zu. Eine Taubheit oder Kribbeln wird meist verneint. Durch Schmerzen kommt es nicht selten zu mangelnder Bewegung, dadurch wird die Muskulatur zunehmend schwächer, was wiederum die Krankheit begünstigt.

Die Wirbelkörper sind neben den Bandscheiben durch kleine Gelenke (Facettengelenke) verbunden. Auch die Rippen sind mit der Wirbelsäule gelenkig verbunden (Costotransveral-, Costovertebralgelenke).

Diese Gelenke und auch das Iliosakralgelenk, welches das Kreuzbein mit dem Darmbein verbindet, können bei Verschleiß (Degeneration) oder Entzündung die Ursache starker Rücken- bzw. Nacken-Schulterschmerzen sein. Zur Therapie der betroffenen Gelenke stehen uns mehrere Behandlungsformen zur Verfügung:

  • die Gelenkblockade durch Medikamente: CT-gesteuerte gezielte Injektionsbehandlung der Wirbelgelenke sowohl im Gelenk als auch um das Gelenk herum mit kurz und/oder lang wirkenden Medikamenten. Wenn dabei eine zunehmende Besserung erreicht wird, können dann mit Hilfe der gezielten Krankengymnastik die betroffenen Muskelgruppen trainiert werden.
  • die Ausschaltung durch Nervenverödung (Neurolyse): Wenn trotz gezielter Gelenkblockaden keine anhaltende Besserung erreicht wird, kann hier eine Verödung (Neurolyse) der jeweiligen versorgenden Nerven des kleinen Wirbelgelenkes erfolgen. Dadurch kann eine länger anhaltende Schmerzlinderung erreicht werden, so dass die Patienten langfristig wieder aktiv werden können.

Zur Facettengelenksverödung stehen 2 Verfahren wie folgt zur Verfügung:
 

  • Chemische Verödung: Hier werden mit Hilfe von Alkohol (Ethanol 94%) oder Zuckerlösung (Glucose 5%) auf chemische Weise die bestehenden Nerven eines jeweiligen Gelenkes verödet.
  • Thermische Verödung: Dabei werden mit Hilfe des Hochfrequenzstroms die versorgenden Nerven (medialer Ast des Ramus dorsalis N.spinalis) der jeweiligen Gelenken verödet. Die Behandlung findet ambulant und unter Lokalanästhesie (örtlicher Betäubung)mit oder ohne Sedierung statt. Nach CT-gesteuerte Platzierung der Spezialsonden wird zunächst mit Hilfe eines speziellen Verfahrens der Nerv aufgesucht und dann gezielt mit ca. 90°C Temperatur verödet.

Bei der medikamentösen Gelenkblockade der Facettengelenke (FAB), der Rippengelenke (CTT, CVT) oder des Iliosakralgelenks wird eine kleine Injektionsnadel in oder an das Gelenk herangeführt. Durch diese Nadel wird zunächst ein Kontrastmittel eingebracht, um den späteren Verlauf der Medikamente zu kontrollieren. Nach sicherer Platzierung der Kanüle werden entzündungshemmende und lokale Betäubungsmittel gegeben – das Gelenk wird „blockiert“. Die Behandlung erfolgt ambulant und spricht in der Regel nach 2 bis 4 Sitzungen an.

Bei der Ausschaltung der Facettengelenke (FAA), der Rippengelenke (CTT, CVT) oder des Iliosakralgelenks durch Nervenverödung werde gezielt Teile des Gelenks und schmerzempfindliche Nerven mit Hilfe von Ethanol (96%iger Alkohol), Hochfrequenz- oder Laserenergie ausgeschaltet. Hierfür wird eine kleine Kanüle präzise am Gelenk oder Nerven platziert, durch die dann das Ethanol, die Lasersonde oder Hochfrequenzelektrode eingebracht werden kann. Der Verlauf der Behandlung wird durch wiederholte CT- oder Kernspinkontrolle überwacht. Nach der Gelenkausschaltung bleiben die Patienten etwa eine Stunde zur Beobachtung im Institut.

Beide Behandlungsformen sind in der Regel aufgrund der örtlichen Betäubung fast schmerzfrei.

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